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Widerrufsrecht: das Wichtigste auf einen Blick

Kleiner Roboter, der einen Einkaufswagen schiebt

In bestimmten Fällen könnt ihr Verträge, die ihr mittels Fernkommunikation – also per E-Mail, SMS oder Telefon – geschlossen habt, widerrufen. Der Widerruf muss keine Begründung enthalten und kann schriftlich oder durch Rücksendung der schon erhaltenen Ware erfolgen. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage, sie beginnt jedoch erst, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind:

  • wenn der Verkäufer bzw. Anbieter seinen Informationspflichten nachgekommen ist (insbesondere über seine Identität, wesentliche Merkmale der Ware oder Dienstleistung, Zustandekommen des Vertrages, Gesamtpreis, Zahlung, Lieferung, Erfüllung),
  • wenn – bei der Lieferung von Waren – die Waren bei euch eingegangen sind und
  • wenn der Verkäufer bzw. Anbieter euch über das Widerrufsrecht belehrt hat.

Kommt die Widerrufsbelehrung zu spät, verlängert sich die Frist von 14 Tagen auf einen Monat. Versäumt der Verkäufer bzw. Anbieter die Widerrufsbelehrung ganz, beginnt die Widerrufsfrist nicht. Das Widerrufsrecht kann sechs Monate nach Vertragsschluss erlöschen.

Das Widerrufsrecht gilt nur zwischen Privaten und Unternehmern und es gibt zahlreiche Ausnahmen. Wichtig ist, dass ihr erst einmal grundsätzlich wisst, dass es so etwas gibt und ihr euch im Zweifel bei einer Verbraucherzentrale beraten lasst.

Seid ihr noch minderjährig, müssten eure Eltern dem Anbieter mitteilen, wenn sie den Vertrag nicht genehmigen wollen – dann ist der Vertrag nicht wirksam. Auch empfehlen wir, die Musterbriefe der Verbraucherzentrale zu verwenden.

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